Geld sicher anlegen
Wer am Monatsende von seinem Einkommen noch etwas übrig behält, der ist auf der Suche nach einer gewinnbringenden Sparmöglichkeit.
Geld sicher anlegen ist dabei bei vielen Sparern die oberste Maxime.
Der schlechteste Rat wäre, dieses Geld auf dem Girokonto zu lassen. Viele Banken zahlen nur Minimalzinsen, die sofort wieder von den Kontogebühren geschluckt werden. Übrigens, einige Banken bieten bereits kostenlose Girokonten an. Aber auch auf diesen sollte nur das Kapital bleiben, welches für die monatliche Lebensführung benötigt wird.
Wer sich einen kleinen Notgroschen ansparen oder das Geld für den nächsten Urlaub zurücklegen will, der ist mit einem Tagesgeldkonto gut beraten. Hier gibt es deutlich höhere Zinsen als beim Girokonto, trotzdem kann der Sparer täglich über sein gesamtes Kapital verfügen. Kündigungsfristen, wie etwa beim guten alten Sparbuch, sind nicht einzuhalten. Allerdings zahlen die meisten Banken derzeit nur knapp über 2 Prozent jährlichen Zins.
Somit eignet sich das Tagesgeld allenfalls als kurzfristige Geldanlage, denn langfristige Gewinne werden durch die Inflation wieder aufgefressen.
Nicht wesentlich besser sieht es bei den Festgeldern aus, die besten Geldhäuser zahlen um die 3 Prozent Rendite. Hier ist gegenwärtig auch nur zu kurzen Anlagezeiträumen von einem bis maximal zwei Jahren zu raten. Die Banken orientieren sich bei ihren Angeboten an den europäischen Leitzinsen, zu diesem Zinssatz beschaffen sich die Kreditinstitute Geld.
Mit niedrigen Zinsen will die Europäische Zentralbank (EZB) die Wirtschaft ankurbeln und Investoren mit billigem Geld anlocken. Vor einigen Wochen hat die EZB den Leitzins geringfügig angehoben und für den Herbst einen weiteren Zinsschritt angekündigt. Mit einiger Verzögerung geben dann die Banken diese Renditen an ihre Sparer weiter. Wer also bereits jetzt sein Kapital zu lange bindet, der büßt vielleicht zukünftig bessere Erträge ein.
Ähnliches zeichnet sich bei Sparbriefen ab. Das sind meist über mehrere Jahre laufende Anlagemöglichkeiten, die sicher in absehbarer Zeit mit steigenden Zinsen auch wieder attraktiver werden.
Bei allen Anlageformen gilt immer wieder, nie das ganze Geld auf ein Pferd setzen. Der kluge Anleger streut sein Kapital auf mehrere Möglichkeiten. Unabhängige Vergleichsportale im Internet behalten die Übersicht und suchen aus der Vielzahl der Angebote das Beste heraus. Jeder Sparer sollte darauf achten, dass sein ausgewähltes Bankhaus Mitglied in einem internationalen Einlagensicherungsfond ist. Dieser sichert die Rückzahlung des eingezahlten Kapitals bei einer Pleite der Bank zu.