Drei Faktoren für günstigen Gewerbestrom
Der Bezug von Gewerbestrom ist günstiger als der Strom für Privathaushalte, doch warum eigentlich? Zum einen sind die steuerlichen Abgaben niedriger. Die anfallende Mehrwertsteuer kann von Vorsteuerabzugsberechtigten Gewerbetreibenden verrechnet werden, zudem ist der Strom für die Industriekunden steuerlich begünstigt. Die Netznutzungskosten sind ein weiterer dienlicher Aspekt, um die Preisabweichung zwischen Privat- und Gewerbestrom erklären zu können. Der Stromtransport kostet die Betreiber auch Geld. Diese Kosten werden an den Endverbraucher umgerechnet, das betrifft die Privathaushalte ebenso wie die Industriebetriebe. Neben dem Transport zählen Investitionen zum Erhalt und Ausbau der Stromleitungen ebenso zu den Netzkosten wie die Ablesung und Bereitstellung der Stromzähler. Die Netznutzungskosten sind vergleichbar mit der Grundgebühr einer Telefongesellschaft. Die Entnahme von Gewerbestrom erfolgt aus Hochspannungs- und Mittelspannungsnetzen und ist dadurch günstiger als die Stromentnahme aus Niederspannungsnetzen der Privathaushalte.
Über 50 Prozent der Stromkosten machen die Stromerzeugung und der Stromvertrieb aus. Für den Energieträger Rohöl müssen Beschaffungskosten an die Ölindustrie gezahlt werden. Die Einkaufskosten hängen stark vom Rohstoffhandel und dem aktuellen Marktgeschehen ab. Die ständige Lieferbereitschaft kostet ebenfalls Geld, dazu kommt noch der einkalkulierte Gewinn der Stromindustrie. Die Entnahme von Gewerbestrom erfolgt gleichmäßig in hohem Maße und die Versorgung erfolgt aus kostengünstigen Grundlastkraftwerken. Diese drei Faktoren erklären den günstigeren Gewerbestrom.
Tipp: Verschiedene Strompreisvergleiche im Internet helfen einen günstigen Gewerbestromtarif zu finden.