Schade, dass Gelddrucken verboten ist…
Neulich habe ich mir einen Farbdrucker geleistet, damit ich unsere ganzen Urlaubs- und Familienfotos selbst ausdrucken kann. Der macht wirklich gestochen scharfe Bilder und sehr naturgetreue Farben, sodass ich endlich die schönsten auf dem Computer gespeicherten Fotos für unser Familienalbum in den verschiedensten Formaten ausdrucken konnte.
Mit diesem Drucker kann man auch Kopieren, Scannen und Faxen – ein richtiges Multifunktionstalent also. Hat auch ne Menge Geld gekostet, doch Erna hat eingesehen, dass eine solche Investition nötig war. Jetzt kommt sie auch immer mit irgendwelchen Zeitschriften an von ihren Freundinnen oder Nachbarinnen an und will daraus Kochrezepte, Diäten, Strickmuster oder irgendwelche andere Beiträge kopiert haben. So haben wir es geschafft, innerhalb von zwei Wochen die Tintenpatronen leer zu machen. Ich war ganz schön geschockt, als ich festgestellt habe, wie teuer neue Patronen sind, sodass wir von jetzt an etwas sparsamer mit dem Drucken und Kopieren sein müssen.
Ich wollte nur noch für Tristans Kinderzimmer ein paar Geldscheine kopieren, die er als Deko an seine Wand kleben wollte. Also legte ich einen 20 Euro Schein ein und drückte auf „Start“. Doch der Hälfte des Drucks hörte der Drucker einfach auf und spuckte nur einen halb gedruckten Geldschein aus, der auch noch mit weißen Streifen versehen war. Da ich dachte, der Drucker sei kaputt, rief ich beim Kundenservice in dem Markt für Bürobedarf an, wo ich den Drucker gekauft hatte. Dort schilderte ich das Problem und erntete erst einmal ein herzliches Lachen. Der nette Mann erklärte mir, dass inzwischen alle Drucker mit einer Erkennungssoftware für Geldscheine ausgestattet sind und den Druck unterbrechen, sobald diese eine Banknote erkennt. Denn Geld drucken ist natürlich verboten.
Oh, das war ganz schön peinlich, denn wahrscheinlich weiß das inzwischen jedes Kind. Und so werde ich für Tristan lieber ein paar Spiel-Geldscheine kaufen, was am Ende wahrscheinlich sogar billiger ist in Anbetracht der Preise für die Tintenpatronen.